Die Berliner Mauer ist eines der wichtigsten Zeitzeugnisse deutscher Geschichte. 28 Jahre lang galt sie als Symbol der brutalen Trennung zwischen Ost und West, die viele Opfer gefordert hatte.
Der international bekannte Fotograf Robert Häusser, selbst aus der DDR geflohen, kehrte nach Berlin zurück, um vom Westen aus dieses Symbol für Unfreiheit und Brutalität des DDR-Systems zu fotografieren.
Aus dem aktuellen Anlass des zwanzigjährigen Falls der Mauer hat Häusser nun einen eindringlichen Bilderzyklus von der Berliner Mauer geschaffen. Die charakteristische kontrastreiche Hell-Dunkel-Dramatik seiner Schwarz-Weiß-Bilder zeigt das Bauwerk als Ausdruck der Menschenverachtung und vermittelt das Gefühl der Heimatlosigkeit und Gefangenschaft. Der Bilderzyklus, der über eine reine Dokumentation hinausgeht, macht in diesem Buch ein Stück deutsche Geschichte erfahrbar und setzt ein Zeichen gegen das Vergessen.
Das Forum Internationale Photographie in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zeigt ab dem 7. Juni eine ganzjährige Ausstellung zu Häussers „Die Berliner Mauer“.
Robert Häusser gilt als Wegbereiter der zeitgenössischen deutschen Fotografie. Häusser erfuhr aufgrund seiner Kontakte in den Westen und seiner Ablehnung, in der Partei und am "Kulturaufbau" in der DDR mitzuwirken, Überwachung und Zensur. 1952 floh er mit Frau und Kind in den Westen und baute sich in Mannheim eine neue Existenz als Fotograf auf.
Robert Häusser wurde mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. So erhielt er 1995 als erster deutscher Fotograf den Preis der Erna und Victor Hasselblad-Foundation, den „Nobelpreis der Fotografie“.
In der Edition Braus ist bereits die Retrospektive Häussers „Aus dem photographischen Werk 1938 – 2004“ erschienen.
Robert Häusser
Texte: von Dr. Claude W. Sui und Günter Kunert
64 Seiten
305 x 240 mm
25 Bilder
Hardcover