Armutszeugnisse

Armutszeugnisse einer Stadt

Format: 23 x 23 cm
85 Abbildungen
112 Seiten
Hardcover

sofort lieferbar

29,95 EUR

ISBN 9783862280896

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Armutszeugnisse
West-Berlin vor der Stadterneuerung in den sechziger Jahren

Heinrich Kuhn

Hrsg. von Sabine Krüger
Mit einem Essay von Boris von Brauchitsch

Die Trümmer des Krieges waren weitgehend weggeräumt, die ersten Neubausiedlungen errichtet, da kündigte Willy Brandt in seiner Regierungserklärung vom 18. März 1963 eine Stadtsanierung an, die West-Berlin ein neues Gesicht geben sollte.
56.000 Wohnungen wurden zum Abriss freigegeben, und der Fotograf Heinrich Kuhn machte sich im Auftrag der Stadt auf den Weg, um den Zustand der Altbauten in den Sanierungsgebieten zu dokumentieren, bevor sie auf immer verschwinden würden. Seine atemberaubende Dokumentation wird in diesem Band – 50 Jahre nach ihrer Entstehung – nun erstmals veröffentlicht.

Pressestimmen/Rezensionen+

ART, Nr. 6, 2014
„Die Stadt der Ruinenromantik und der Gentrifizierung war Berlin damals noch nicht. Insofern erlaubt dieses Buch einen Blick in einen toten Winkel der Geschichte Berlins.“

taz, 5.5.2014
„Dass es in den zum Abriss freigegebenen Quartieren tatsächlich einigermaßen elend zuging, hat Heinrich Kuhn im Auftrag des Senats auf Fotografien festgehalten, von denen einige nun erstmals veröffentlicht worden sind. Kuhn fotografierte Wohnungen, manchmal auch deren Bewohnerinnen. Seine Kamera richtete er in dunkle Hinterhöfe und auf zerschossene Fassaden. Schließlich dokumentierte er die Abrissarbeiten. Es sind einzigartige Bildquellen, die verstehen lassen, warum ein sozialdemokratischer Regierender Bürgermeister Handlungsbedarf erkannte.“

MOZ, 26.4.2014
„Ein Bildband, dessen Fotos den Betrachter nicht mehr loslassen.“

Die Welt, 15.4.2014
„Als Berlin noch ärmer und weniger sexy war: Rußbedeckte Ein-Raum-Wohnungen und schmuddelige Hinterhöfe: Ein Bildband zeigt Fotos, die Heinrich Kuhn anlässlich Willy Brandts planvollem Abriss der Berliner Mietskasernen machte – es sind Anklagen.“